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	<title>Une fille du Limmatquai</title>
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	<description>regarder mais pas toucher</description>
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		<title>How to be Goop</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Feb 2010 15:41:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>brigitte</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich geb&#8217;s zu, ich informiere mich gerne über den neusten Promi-Klatsch, bevorzuge aber Geschichten über sogenannt «richtige» Berühmtheiten, mit unserer Cervelat-Prominenz kann ich nichts anfangen. Deshalb blättere ich beim Coiffeur die Schweizer Illustrierte &#8211; wenn überhaupt &#8211; nur noch kurz am Schluss durch, während die Gala bei meiner Ankunft bereits zuoberst auf dem Heftlistapel bereit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Ich geb&#8217;s zu, ich informiere mich gerne über den neusten Promi-Klatsch, bevorzuge aber Geschichten über sogenannt «richtige» Berühmtheiten, mit unserer Cervelat-Prominenz kann ich nichts anfangen. Deshalb blättere ich beim Coiffeur die Schweizer Illustrierte &#8211; wenn überhaupt &#8211; nur noch kurz am Schluss durch, während die Gala bei meiner Ankunft bereits zuoberst auf dem Heftlistapel bereit liegt. (Und doch: Ich bin ich ein Riesenfan von <a href="http://www.klatschheftli.ch">klatschheftli.ch</a>. Auch wenn ich manchmal nicht weiss, über wen dort gerade gelästert wird).</p>
<p>Vor einiger Zeit las ich, dass die Schauspielerin <a href="http://www.imdb.com/name/nm0000569/">Gwyneth Paltrow</a> wöchentlich einen <a href="http://www.goop.com">Newsletter</a> verschickt, mit Beiträgen zu Themen wie Ernährung, Sport, Kultur, Mode und Familie. Bald gehörte auch ich zu den Abonnenten von Goop und war gespannt, ob die schöne Gwyneth mein Leben mit wertvollen Tipps würde bereichern können. </p>
<p>Einige Monate später erhalte ich noch immer jeden Donnerstagnachmittag die neuste Ausgabe von Goop. Das unterhaltsame daran ist für mich Gwyneth&#8217; Weltfremdheit (die amerikanische Online-Medienwelt spricht lieber gleich von Selbstgefälligkeit), die manchmal mehr, manchmal weniger durchscheint. Sie lebt halt nicht das Leben einer «Normalsterblichen» und macht uns das mit jeder Ausgabe (ob gewollt oder ungewollt) von neuem bewusst. Da kann sie noch so darüber klagen, wie wenig Zeit «uns Eltern» mit kleinen Kindern für die Zubereitung des Abendessens bleibt; es wirkt nun mal unglaubwürdig, wenn der von ihr vorgestellte, schnell zuzubereitende Salat Zutaten enthält, die man nur durch intensives Suchen in verschiedenen Spezialitätenläden findet. Unter ihren Geschenktipps für Weihnachten befanden sich zwar durchaus zahlbare Gegenstände,  es fehlte aber auch nicht die Hermes-Damenuhr für $ 1&#8242;850.-. Und denjenigen unter uns, die sich vom Alltagsstress erholen möchten, empfahl sie kürzlich einen Aufenthalt in Marrakechs neustem Luxusresort. Wer sich durch die <a href="http://goop.com/">bereits erschienen Ausgaben</a> klickt, findet noch weitere solche Beispiele.</p>
<p>Als ich mich diese Woche mit der Planung unserer Sommerferien beschäftigte, erinnerte ich mich an eine Newsletter-Ausgabe, die kinderfreundliche Restaurants in verschiedenen Grosstädten präsentierte. Unsere Sommerferien führen uns auch nach London, also schaute ich mir die dort vorgestellten Restaurants an. In der Einleitung wird vermerkt, dass das Essen in diesen Lokalen nicht nur den Kindern, sondern eben auch den Eltern schmecken würde. Ich wurde das erste Mal misstrauisch, denn die Qualität des Essens gehört (leider) nicht zu den Hauptkriterien bei der Auswahl eines <a href="http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/index.php/8471/kinder-willkommen-der-mamablog-restaurantfuhrer/">kinderfreundlichen Restaurants</a>. Dann las ich mir Gwyneth&#8217; Beschreibungen durch. In einem Restaurant lobt sie den grossen Garten mit den mit biologischem Gemüse angelegten Gartenbeeten, in welchem sich die Kinder wunderbar austoben können. Naja, bei weltbekannten Eltern drücken Restaurantbesitzer vielleicht beide Augen zu, wenn der Nachwuchs durch die Gemüsebeete trampelt. Wäre das Manndli oder ein anderes Kind in Aktion, sähe das wohl anders aus. </p>
<p>Und doch: Auch wenn die Bilder auf den Websites der vier Restaurants nicht wirklich Kinderfreundlichkeit signalisieren, die Wörter «kid friendly» und «family» nirgendwo auftauchen und die Preise in den Menüs selbst für uns Zürcher am oberen Limit sind, hätte ich Lust, im Sommer das eine oder andere Lokal zu besuchen. Denn so sehr mich die regelmässig vorgestellten Buch-, Restaurant-, Modetipps und Rezepte unterhalten, mir fehlte bis jetzt die Zeit (oder eine Nanny) oder das nötige Kleingeld um herauszufinden, ob mir ein Leben à la Goop denn überhaupt gefallen würde.</p>
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		<title>Tatort vs. Wickeltisch</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Feb 2010 22:32:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>brigitte</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Tatort gehört seit über zehn Jahren zu meinem Sonntagabend, und während es mir schwer fallen würde, mich für einen bevorzugtes Kommissar zu entscheiden (Schenk oder Ballauf? Thiel oder Börne? Batic oder Leitmeyer? Einer der «neuen» Stuttgarter?), habe ich eine langjährige Lieblingskomissarin: Charlotte Lindholm aus Hannover. Ich werde zwar nie verstehen, was Maria Furtwängler an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Der Tatort gehört seit über zehn Jahren zu meinem Sonntagabend, und während es mir schwer fallen würde, mich für einen bevorzugtes Kommissar zu entscheiden (Schenk oder Ballauf? Thiel oder Börne? Batic oder Leitmeyer? Einer der «neuen» Stuttgarter?), habe ich eine langjährige Lieblingskomissarin: Charlotte Lindholm aus Hannover. Ich werde zwar nie verstehen, was Maria Furtwängler an Herbert Burda findet &#8211; mir kommt manchmal vor, als könnte der Mann nicht nur ihr Vater sondern sogar ihr Grossvater sein &#8211; in ihrer <a href="http://www.daserste.de/tatort/teams.asp?iid=6">Rolle</a> gefällt sie mir aber sehr.  </p>
<p>Und natürlich gefiel mir auch, dass Charlotte Lindholm beinahe gleichzeitig wie ich Mutter wurde. Während sich mein Leben mit der Geburt des Manndlis allerdings naturgemäss stark veränderte und ich lernen musste, meine persönlichen Bedürfnisse denen eines kleinen Wesens unterzuordnen, lief das bei Frau Komissarin komplett anders ab. Sie zeigte ihrem Vorgesetzten bald einmal, dass sie ihren intensiven und zeitraubenden Job trotz Neugeborenem problemlos ausüben konnte und vertraute dabei <del datetime="2010-02-18T20:48:28+00:00">rücksichtslos</del> grenzenlos auf den Einsatz ihrer Mutter und ihres wohl zeitlebens in sie verliebten Mitbewohners Martin. Während sie also weiterhin souverän Fall für Fall löste, dabei immer mal wieder ihr Leben aufs Spiel setzte und <em>zur Erholung</em> ab und zu eine Nacht im Bett ihres immer durchschlafenden Sohnes verbrachte, schlug sich ihr ergebener Mitbewohner mit Problemen wie Beikosteinführung, Zahnen und Kinderkrankheiten durch. Im letzten Tatort setzte er &#8211; eigentlich ein Schriftsteller &#8211; seiner Charlotte zuliebe sogar eine lang geplante Leserreise ab. Nicht sehr realitätsnah das alles, aber das hat mich nicht gestört, von einem Tatort möchte ich einfach gut unterhalten werden.</p>
<p>Heute lese ich im Tagi, dass der Schauspieler Ingo Naujoks, der die treue Seele Martin verkörpert, aus dem Tatort <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/fernsehen/Tatort-verliert-schrulligen-FurtwaenglerMitbewohner/story/11674166">aussteigt</a>:</p>
<blockquote><p>Seinen Abgang aus der Krimi-Reihe begründet Naujoks laut «Bild» so: «Am Ende wurde Martin nur noch aufs Babysitten und Frühstückmachen reduziert, was mir immer weniger gefiel.» Den «Tatort» schätzt der Schauspieler weiterhin; er sei das Schlachtschiff des deutschen Krimis, und man könne stolz sein, dort eine Rolle spielen zu dürfen, sagte Naujoks. «Nur dann sollte es aber bitteschön eine richtige Rolle sein.»</p></blockquote>
<p>Diese Aussage &#8211; ob exakt wiedergegeben oder nicht, schliesslich wird das deutsche Blick-Pendant zitiert &#8211; hat mich laut zum Lachen gebracht. Dass das Spielen eines Kinderbetreuers keine «richtige Rolle» sei, sagt doch auch etwas über das Ansehen dieser Funktion in der Gesellschaft aus und kommt mir bedeutend ehrlicher rüber als die stetig wiederkehrenden «Aber es gibt für eine Frau doch nichts schöneres, als zu Hause bei ihren Kindern zu sein»-Belehrungen gewisser SVP-Männer.</p>
<p>Mir wird der treue Martin fehlen, Charlotte Lindholm bestimmt noch viel mehr. Und ich bin gespannt, wie sie ihr Privatleben künftig meistern wird. Für den nächsten Hannover-Tatort tippe ich auf eine Babysitterin, die dank ihres kriminell veranlagten Partners in Charlottes aktuellen Fall verwickelt und so für zusätzliche Spannung sorgen wird. Windeln wickeln sehen werden wir Kommissarin Lindholm wohl auch weiterhin nicht. </p>
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		<title>Auto-Ballett</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Feb 2010 21:19:07 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Wer schon spätabends in einer tief verschneiten Stadt unterwegs war weiss, wie still es auf einmal ist. Wie anders alles wirkt. Am Mittwochabend kurz vor Mitternacht stand ich an der grossen Kreuzung beim Stauffacher und sah einem kleinen Kastenwagen zu, wie er von der Badenerstrasse her kommend nach links in die Zweierstrasse einbiegen wollte. Der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Wer schon spätabends in einer tief verschneiten Stadt unterwegs war weiss, wie still es auf einmal ist. Wie anders alles wirkt. Am Mittwochabend kurz vor Mitternacht stand ich an der grossen Kreuzung beim Stauffacher und sah einem kleinen Kastenwagen zu, wie er von der Badenerstrasse her kommend nach links in die Zweierstrasse einbiegen wollte. Der Fahrer fuhr den Verhältnissen angepasst langsam, blinkte und drehte sich nach links. Drehte sich weiter, an der Einfahrt in die Zweierstrasse vorbei. Drehte sich mitten auf der Kreuzung langsam im Kreis. Der Fahrer, ein älterer Mann, sass die ganze Zeit ruhig an seinem Steuer. Nach einer kompletten Drehung stand der Wagen still und der Fahrer bog &#8211; wie vorgehabt &#8211; in die Zweierstrasse ein. </p>
<p>Mir kam das ganze vor wie eine exklusiv für mich aufgeführte Vorstellung eines Auto-Balletts.</p>
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		<title>Erwachsen werden im Web 2.0</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Feb 2010 22:02:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>brigitte</dc:creator>
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		<category><![CDATA[über mein leben]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit heute wissen wir: Die hochgelobte 17-jährige Bestseller-Autorin Helene Hegemann hat abgeschrieben. Aus dem Roman eines Bloggers, vielleicht auch noch anderswo. Und während bereits erste Kommentare meinen «Na und? Gabs schon immer, wird es immer geben», würde mich interessieren, was beispielsweise der Verfasser dieser Lobeshymne aus dem Magazin vom 22. Januar 2010 denkt. Ich persönlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Seit heute wissen wir: Die hochgelobte 17-jährige Bestseller-Autorin Helene Hegemann hat <a href="http://www.spiegel.de/kultur/literatur/0,1518,676490,00.html">abgeschrieben</a>. Aus dem Roman eines Bloggers, vielleicht auch noch anderswo. Und während bereits erste Kommentare meinen <a href="http://www.spiegel.de/kultur/literatur/0,1518,676570,00.html">«Na und? Gabs schon immer, wird es immer geben»</a>, würde mich interessieren, was beispielsweise der Verfasser dieser <a href="http://dasmagazin.ch/index.php/die-stimme-der-gegenwart/">Lobeshymne</a> aus dem Magazin vom 22. Januar 2010 denkt. Ich persönlich käme mir sehr ver.arsch.t vor.</p>
<p>Der betroffene <a href="http://www.ullsteinbuchverlage.de/ullsteinhc/buch.php?id=15395&#038;page=bestseller&#038;sort=&#038;sort=&#038;auswahl=&#038;pagenum=1">Ullstein-Verlag</a> spricht von der <a href="http://www.spiegel.de/kultur/literatur/0,1518,676490,00.html">«Sharing Kultur des Internets, mit der Jugendliche aufwachsen»</a>. Ich glaube nicht, dass Helene Hegemann sich ihrer unrechtmässigen Handlung nicht bewusst war, finde es aber interessant zu überlegen, was für einen Einfluss es auf das Urheberrechtsempfinden von Jugendlichen hat, dass es für sie heute selbstverständlich ist, weder für Musik noch für Filme bezahlen müssen.</p>
<p>Was das Heranwachsen in unserer Web 2.0 Welt bedeuten kann, habe ich kürzlich in einem Artikel auf <a href="http://jezebel.com/5449808/oh-internet-advocacy-the-tale-of-a-grounded-teenager-who-tried-to-unground-herself-via-facebook">jezebel.com</a> gelesen:  Eine 15-Jährige Schülerin aus New York hat aus Protest gegen den fünfwöchigen Hausarrest, den ihr ihre Eltern auferlegt haben, weil sie zu spät und betrunken aus dem Ausgang kam, eine Facebook-Gruppe gegründet, die diese Ausgangssperre aufheben sollte, sobald sie mehr als 1&#8242;000 Mitglieder haben würde. Die Mitgliederzahl war &#8211; spätestens nach einem <a href="http://www.nytimes.com/2010/01/16/nyregion/16bigcity.html?ref=nyregion">Online-Artikel in der New York Times</a> &#8211; schnell erreicht, hat die Eltern zum Unverständnis der 15-Jährigen aber nicht sonderlich beeindruckt. </p>
<p>Nun mögen wir beim Lesen dieser Geschichte vielleicht erstmal einfach den Kopf schütteln, aber war diese Aktion wirklich so abwegig aus Sicht einer 15-Jährigen, für die Facebook zur Zeit wahrscheinlich einer ihrer wichtigsten Aufenthaltsorte ist? Die bestimmt schon verschiedene erfolgreiche Facebook- oder YouTube-Kampagnen von anderen Teenagern miterlebt hat? Eine der Kommentatorinnen auf Jezebel fragt «Grounding doesn&#8217;t exclude Facebook access?», und das hat mir klargemacht, dass es die Jugend von heute wohl nicht immer, aber mindestens zu Hausarrestzeiten besser hat als wir damals. Dank SMS und Internet sind sie dann immerhin nicht ganz so von der Aussenwelt abgeschnitten wie wir damals.</p>
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		<title>Es schlägt</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Feb 2010 20:18:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>brigitte</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor einigen Tagen kam das Manndli aufgeregt zu mir gerannt und rief «Ou Mami, da inne öppis komisch isch!». Seine Hand lag auf seiner linken Brust. Ich legte meine dazu, spürte seinen Herzschlag und sagte ihm, das sei nichts komisches sondern sein Herz, das schlagen würde, wie alle unsere Herzen. «Mami das wegmache bitte, ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Vor einigen Tagen kam das Manndli aufgeregt zu mir gerannt und rief «Ou Mami, da inne öppis komisch isch!». Seine Hand lag auf seiner linken Brust. Ich legte meine dazu, spürte seinen Herzschlag und sagte ihm, das sei nichts komisches sondern sein Herz, das schlagen würde, wie alle unsere Herzen. «Mami das wegmache bitte, ich han das ned gern!». </p>
<p>Natürlich kann man einem 2 1/2-Jährigen die Bedeutung seines Herzens noch nicht erklären, ich versuchte es trotzdem und weckte anscheinend ein Interesse nach mehr. Das Manndli packte mich nämlich bei der Hand, lief zum MacBook und wollte gerne ein Herz sehen. Denn wenn es etwas in seinem noch jungen Leben weiss, dann dass man in einem Computer Informationen zu so ziemlich allem findet. Ich wollte dem Manndli kein Bild eines menschlichen Herzens zumuten und zeigte ihm ein klassisches rotes Herzsymbol. «Ah.. Herzli das isch!» nickte mein Sohn beruhigt, als er das ihm bekannte Zeichen sah, und hat sich seither nie mehr an seinem Herzschlag gestört.</p>
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