In weniger als zwei Monaten wird der Sohn nun also auch schon drei Jahre alt. Zeit, ihn in die Existenz der Nuggifee einzuweihen. «In der Nacht vor Deinem Geburtstag kommt die Nuggifee vorbei und holt Deine Nuggis ab. Sie bringt sie zu ganz kleinen Kindern, die noch einen brauchen. Wir legen die Nuggis in eine Schachtel und stellen die auf Deinen Spieltisch. Und als Dankeschön bringt die Nuggifee Dir ein richtig grosses Geschenk mit. Vielleicht etwas von Lego Duplo, oder ein Trottinette?»
Der Sohn wusste sofort, was er sich von der Nuggifee wünschte: «D’Nuggifee söll mir en neue Nuggi bringe. En violette!!»
Er hat den Sinn der «Nuggifee» offensichtlicht nicht verstanden. Oder eben doch?




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Wir haben den Besuch der Nuggifee dieses Wochenende vor uns. Den Geburtstagstermin haben wir verpasst, aber jetzt hat die Frau Zahnarzt gemeint, sei höchste Eisenbahn. Wir hoffen, dass die Lust auf die grosse neue Lego-Box den Abschied vom Nuggi vereinfacht…
Seine Bedürfnisse anmelden kann es aber schon sehr gut, das Manndli! Und ein breites Farbenspektrum kennt er auch schon, für einen Deijährigen! Alle Achtung! Vielleicht sollte man da mit den Nuggis noch Toleranz walten lassen. Plötzlich wird dann der Wille siegen, gross zu werden. Meine Eltern erzählen mir (45) heute noch, wie ich damals mit drei eines Tages in den Ferien im Tessin meinen Nuggi entschlossen zum Fenster hinauswarf. Er fiel auf ein Vordach und war nicht mehr zurückzuholen. Sie hatten Panik, ich würde Zustände bekommen. Aber ich hielt durch.
@Züribär: Ich drücke Euch die Daumen!
@frau frogg: Ich bin gespannt, wann er das erste Mal gross werden will. Gerade gestern noch hat er erklärt, er wolle für immer klein bleiben. Am liebsten ein Baby :-).
ich habe mich gefragt, warum man den nuggi “mit gewalt” wegnehmen will. meine kinder hatten keinen nuggi, dafür daumen und das bis weit in den kindergarten, am schluss jeweils nur noch kurz bevor sie einschliefen – daumen in den mund und mit dem zeigfinger die nase streicheln und so schliefen sie ein.
was ist der grund, dass der nuggi mit 3 jährig weg muss?
ps: ich hab heute noch ein nuschi-trauma, weil mir der samichlaus das nuschi weggenommen hat, als ich 6 war… im fall.
@pipistrella Die Zahnärztin meinte man sähe jetzt schon, dass A. “nüggelet”. Anscheinend kann sie das den Zähnen, bzw. der Zahnstellung ansehen. Sie meinte aber auch, dass sich das zurückbildet, wenn er jetzt mit dem Nuggi aufhört. Wir werdens wohl heute Abend oder Morgen versuchen… Mir graut davor, er schläft wirklich nur ein, wenn ein Nuggi im System drin ist.
der bollo war ja kampfmässiger nuggiträger. wir habens mit dem osterhasen versucht: schlug fehl. trotz geschenk. dann haben wir ihm letzten sommer einfach den nuggi weggenommen und es ging super. das gebiss bildete sich innerhalb weniger monate zurück; man sieht heute nix mehr.
deshalb hab ich auch keine panik, dass das häxli bleibenden schaden von ihrem immer im mund sein müssender schoppen davonträgt :-) aber im sommer muss der auch weg :-) oder so. wir werden sehen. :-))))
übrigens: ich finds gemein, dass die nuggifee jetzt auch noch das geburigeschenk bringt. das kind wird ja traumatisiert!
@pippi: Du hast’s inzwischen ja gelesen -> die Zahnstellung. Wie rage schreibt, muss es nicht der 3. Geburtstag sein, aber man darf sich ja durchaus auch an die Empfehlungen der Experten halten. Ist ja dem Kind seine Zahnstellung, also ihm zuliebe. Und ich bin mir recht sicher, dass er ihn noch sehr lange nicht von selbst abgeben würde.
nun ja, sie wird schon recht haben, die zahnärztin.
aber eben, irgendwann ist der nuggi kein thema mehr, bei den einen früher, bei den anderen später.
wenn sie dann grosse buben werden ist das eh kein thema mehr.
stay cool ;-)
Bei meinem Sohn (2 J und 8 M) versuchten wir zuerst, den Nuggi nur tagsüber wegzulassen. Das brachte mir aber unzählige Diskussionen und Trotzanfälle ein. Der schnelle Entschluss die Nuggis per sofort ganz wegzunehmen war hier die einzige Lösung. Am Nachmittag “fand” mein Junior dann ein paar weisse Federn vom Nuggi- Engel im Briefkasten. Diese bewahrt er nun in seiner kleinen Schatzkiste auf. Fragt er abends nach seinem Nuggi, erzählt er im nächsten Atemzug mittler weile selbst die Geschichte vom Engel, der seine Lieblingstücke einem weinenden Baby gebracht hat. Das Einschlafen am Abend – absolut problemlos.
Wie wär’s denn mit etwas “Adventure”?
Unser Zwerg – zum Glück nicht der Hardcore-Nüggeler, aber trotzdem – wollte sich auf keinen Fall von seinem Heiligsten trennen. Mehrere Anläufe auf die sanfte Tour führten komplett ins Leere, kalter Entzug zu für uns Eltern untragbaren Zuständen (so von wegen herzzerreissend und so – nebst Nerven).
Also musste etwas anderes her.
Der Zwerg scheint von Natur aus ein kleiner Entdecker und Abenteurer zu sein. Er ist gerne – auch wenn es in Strömen shift – draussen, im Wald oder auf dem benachbarten Bauernhof. Und – er hat (noch) einen Wahnsinns-Respekt vor dem “Samichlous” (war leider entwicklungsmässig nicht zu verhindern) und ist davon überzeugt, dass der Weissbart (bei uns) im Wald wohnt.
Nun, Anfangs Frühling auf den Herrn mit der roten Zipfelmütze zu warten erschien uns dann doch etwas surreal, aber da kam uns folgende Idee.
Wir schlugen dem Zwerg vor, seinen Nuggi im Wald an einem geheimen Ort – den nur der Samichlous kennt – unter einer Baumwurzel zu deponieren. Dieser würde das Allerheiligste dort finden und … ab hier gehts dann weiter wie mit der Nuggifee-Story.
Und siehe da, wir stiessen auf so etwas wie Begeisterung für diese Idee, gepaart mit verständlich gemischten Gefühlen, aber immerhin ein erster Erfolg.
“Steter Tropfen hölt den Stein” – dieses Sprichwort begleitete uns in den nächsten Tagen/Wochen, bis auch die letzten Zweifel sich in Nichts aufgelöst haben und der Zwerg nun den Zeitpunkt für gekommen hielt, sich seines Nuggis zu entledigen. Ja – schliesslich sei er jetzt ja gross genug usw.
An einem der kommenden (natürlich verregneten) Tage machten wir uns also gemeinsam auf in den Wald und suchten einen geeigneten Ort, um den Nuggi so zu verstecken, dass ihn nur der Samichlous finden würde. Das war gar nicht so einfach, wir haben gefühlt hunderte “Verstecke” ausprobiert, keines war gut genug für den Nuggi oder nicht sicher genug vor irgendwelchen Räubern etc. etc.
Irgendwann wurden wir fündig und der Zwerg hat sich in einer kurzen “Zeremonie” und unter einzelnen unterdrückten Tränen seines treuen Begleiters entledigt. Aber er war tapfer – und stolz!
Ab diesem Zeitpunkt war der eigentliche Zweck eines Nuggis kein Thema mehr, umsomehr aber das erlebte Abenteuer – welches er noch nach Wochen allen die noch nicht davon gehört hatten, erzählen musste.
Mein väterlicher Instinkt hat natürlich damit gerechnet, dass die Sache noch nicht ganz überstanden ist und ich habe den Nuggi kurze Zeit später in weiser Vorahnung aus seinem Versteck geholt und seinem endgültigen Verwendungszweck(!) zugehführt (wir wollen ja schliesslich nicht die Natur mit Plastik-Müll belasten).
Und prompt – einige Wochen später – wollte Sohnemann also tatsächlich nachsehen, ob der Samichlous seinen Nuggi nun gefunden und abgeholt hat. Selbstverständlich hat er das!
Und Zwerg, Eltern sowie Zahnarzt waren endgültig zufrieden gestellt.
@pipistrella, ich bin ganz deiner meinung! ich hab bis in die erste klasse meinen daumen als geborgenheitsspender geliebt und mich dann selbst für genug erwachsen erklärt aufzuhören.
so wirds wohl auch bei meinen söhnen sein. würde das nie übers herz bringen ihnen den daumen zu verbieten.
übrigens ich habe total normale zähne, ohne spange oder so…
bei uns sind die schnullis auf weltreise gegangen. sie wird jetzt sieben & ich glaub sie denk immer noch das die bande um die welt düst ;o)
Es ist noch keine 2 Monate her, dass wir – zusammen mit unserer Tochter – die Man-weiss-ja-nie-Nuggis gefunden haben (die wir sicherheitshalber aufgehoben haben, als der Samichlaus die Nuggis mitgenommen hat). Was haben wir gelacht :-)
Nuggifee ist eine hübsche Tradition seit Jahrzehnten… Nur gab’s früher kein Geschenk dafür. Offensichtlich sollen heute die Kinder von ganz früh an lernen: “Gib nur etwas, wenn du dafür auch was bekommst.” – kein Wunder sind die jungen Erwachsenen heute so wie sie sind…