Touristische Denksportaufgabe Teil 2

von brigitte am 2/2/2010

in über mein leben

Und fröhlich geht’s weiter:

2005
Über Ostern ging es einmal mehr an Hollands Küste, im Juni nach Andalusien zu ihr (auch hier: wo sind die Fotos dazu in meinem Blog?), im Juli ins Tessin. Es folgten viele lange und kurze Wochenenden in den Bündner Bergen und eine Woche Toscana im Herbst. Im Dezember dann nochmals zwei Wochen Bündner Bergluft mit viel Sonnenschein und Schnee.

2006
Und nun kommen wir zum reisefreudigsten Teil des letzten Jahrzehnts (danach trat das Manndli in mein Leben, und mit Kind wird ja bekanntlich alles anders). 2006 begann mit weiteren Skiferien im Bündnerland, gefolgt von einer eindrücklichen Woche im eiskalten und tief verschneiten Norwegen. Im Mai der Besuch Veronas und das Kennenlernen der Famiglia. Unverschämterweise ging es kurz danach in die Toscana, und noch viel unverschämter war, dass ich wenige Tage später zwei Tickets für das WM-Spiel Schweiz-Südkorea in Hannover gewann. Am 23. Juni 2006 ging ein Kindheitstraum in Erfüllung und der Tag gehört zu den schönsten meines Lebens. (Und eh, ich könnte noch immer weinen, wenn «Chum bring en hei» läuft, und wenn ich Köbis Namen höre, muss ich erst mal leer schlucken.)

Im Juli dann endlich mein heissgeliebtes London. Wie habe ich es die ersten fünf Jahre des neuen Jahrtausends nur ohne Besuche in meiner Lieblingsstadt ausgehalten? In den 90er-Jahren war ich bis zu vier-, fünfmal jährlich in London. Im September stand unsere grosse Reise nach Alaska und in den Yukon an. Meine allerschönsten und eindrücklichsten Ferien bisher. Und ich glaube, das war’s dann auch für 2006. Nicht erwähnt habe ich die vielen Wochenenden im Bündnerland – zu denen auch das Taufwochenende des damals noch kleinen Bollos gehörte.

2007
Noch befand sich das Manndli in meinem Bauch, und das hiess es auszunutzen! Ein verlängertes Wochenende in Hamburg, das mir die Stadt dank ihr noch näher brachte. Sowieso, man sollte fremde Städte nur mit Einheimischen entdecken. Nur wenig später flogen wir einmal mehr nach Andalusien, wo ich feststellte, dass ich mich auf dem Golfplatz sauwohl sehr unschwanger fühlte. Das lässt mich überlegen: ist Golfen das neue Yoga für Schwangere? Im April machten wir das Manndli zum legitimen Nachwuchs und verbrachten unser Flitterwochenende im Tessin. Am denkwürdigen 07.07.2007 kam dann endlich unser Sohn zur Welt, und die ersten Wochen Monate waren mit sich aneinander gewöhnen und zurechtfinden verplant. Im Oktober reichte es dann doch noch für eine Woche in der Lenzerheide.

2008
Nun ja, allzu anders wurde es doch nicht mit dem Manndli. Reisen blieb weiterhin angesagt, nur ging es halt nicht mehr ganz so weit. Im März gab es Skiferien in Brigels mit drei exklusiven Sonnenstunden. Im Mai fuhren wir für eine Woche in die Toscana, wo sich der Sohn beim Anblick des guten Essens weigerte, weiterhin fade Gemüse- und Früchtebreis zu sich zu nehmen und subito zum Allesesser wurde. Mit der Familie Rage verbrachten wir gemütliche und erholsame Sommerferien im Tessin, die wir dann zu dritt in Davos beendeten. Im Herbst folgten zwei Wochen Lenzerheide mit Verlängerung im Engadin. Dass wir das ganze Jahr über den Bündner Bergen immer wieder die Treue erwiesen, muss wohl nicht noch speziell erwähnt werden.

2009
Die Skiferien fanden in der Lenzerheide statt. Das Wetter war nicht besser als im Vorjahr, aber die Lenzerheide bietet deutlich mehr Schlechtwetteralternativen. Im Mai verbrachten das Manndli und ich eine gemütliche Woche im Jura mit der Familie Alcam, im Juni hiess es dann: Motorhome einräumen und los! Nach einem Zwischenstopp im Rheinland fuhren wir hoch nach Holland, wo es uns ganz im Norden auf Texel am besten gefiel. Hätte der Mann seither im Lotto gewonnen, wären wir inzwischen glückliche Besitzer eines Riesengefährts, und meine beiden Männer hätten ein neues Lieblingsspielzeug. Da U2 2009 nicht nach Zürich kommen wollten, flogen wir zu ihnen nach London. Wenn 85’000 Leute im Wembley Stadion «I still haven’t found what I’m looking for» mitsingen, dann tönt das so:

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Im Herbst die inzwischen zur Tradition gewordene Woche auf der Lenzerheide mit der nicht minder traditionellen Verlängerung im Engadin. Im Dezember durfte dann auch das Manndli mit nach London. Dank YouTube kannte es bereits die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, den Big Ben fand es (nebst dem Fliegen, natürlich) vor Ort am eindruckvollsten. Seither bauen wir mehrmals wöchentlich verschiedene Lego Duplo-Big Bens. Überhaupt, das Kind hat die London-Begeisterung seiner Eltern geerbt, wollte gar nicht mehr nach Hause und freut sich auf den nächsten Besuch. Was ehrlich gesagt aber auch damit zu tun haben könnte, dass sein gleichaltriges englisches Gspändli stolze Besitzerin von zwei (zwei!) verschiedenen Thomas the tank engines ist. Einem 2 1/2-Jährigen macht sowas natürlich ungeheuer Eindruck.

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