Viele Manndli-Highlights werden von mir inzwischen vertwittert, oder, korrekt ausgedrückt, getweeted. Nicht alle aber passen in 140 Zeichen, und so wird dieses hier zu einem Blogbeitrag. Seit drei Monaten besucht der Sohn jeden Freitagmorgen eine Spielgruppe, und es scheint ihm dort gut zu gefallen. Wenn ich ihn abhole erzählt er, mit welchen Spielzeugen er gespielt oder was er gebastelt hat, und seit neustem singt er sogar einige der Lieder nach, die die Kinder am Morgen gleich als erstes zusammen mit den Leiterinnen singen (ein Riesenfortschritt, nachdem er wochenlang lang ein «Im Kreis sitzen und singen-Verweigerer» war.
Freitags auf dem Nachhauseweg fragte ich ihn, ob es denn unter den anderen Kindern eines gäbe, das er besonders nett fände. «Lego», sagte mein Sohn. «Ich meine nicht die Spielsachen. Gibt es irgendein Kind, mit dem du besonders gern spielst? Ein Bueb oder ein Meiteli?» «Lego», sagte das Manndli wieder. «Lego Bueb isch». Da fiel mir ein: Eines der ältesten Kinder in der Gruppe heisst Diego. «Den Diego? Der schon so gross ist wie der Bollo?» «Ja, Lego grosse Bueb isch».
Offen bleibt, warum das Manndli den Diego mag. Kann gut sein, dass es an seinem Vornamen liegt.



