ich finde doch recht unterhaltsam, was sich zur zeit alles rund um den film «the da vinci code» abspielt. dass beispielsweise religiösen gruppierungen vor dem kino vor spielbeginn werbung für «ich-weiss-eigentlich-auch-nicht-was-für-eine-bewegung» machen (ich hätte mir doch einen dieser prospekte schnappen sollen). oder dass die filmkritiken teilweise so schlecht ausfallen. als ob es sich bei der buchvorlage um ein literarisch anspruchsvolles oder wissenschaftlich fundiertes werk gehandelt hätte. das buch bot gut durchdachte, klar erzählte unterhaltung, der film von mir aus gesehen nicht mehr und nicht weniger.
dass die medien auf einmal über tom hanks aussehen lästern. hätten sie damit nicht schon vor jahren beginnen können? und dass viele in dan browns story eine art ersatzreligion scheinen gefunden zu haben. wenigstens so lange, bis sie der nächste hype erreicht.
die schönste episode zu diesem thema erlebte ich aber letzte woche während einer tramfahrt. zwei teenies sassen hinter mir und unterhielten sich über den film. der eine erklärte dem anderen, dass wichtigste an dieser sache sei doch eigentlich der heilige gral, nur sei der eben schon seit einer halben ewigkeit verschollen. worauf sein kumpel ziemlich wichtig tat und meinte: «na klar, den gral hat doch damals der jesus verloren, und seither ist er verschwunden!»




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…soviel zur heutigen Allgemeinbildung (kein wunder können wir keine Kreuzworträtsel mehr lösen gell brigitte :-))
lol.
und bezüglich tom hanks: meine rede!
Endlich mal jemand, der (so wie ich selbstverständlich auch) die nötige Distanz zu der Story aufbringt (oder sagt man “wahrt”?).
über tom hanks aussehen lässt sich wirklich NICHT streiten, da herrscht wohl einigkeit. normalerweise bietet er jedoch als ERSATZ gutes schauspiel. normalerweise.
Tom Hanks spielt gut… aber der Film ist eine nette Gutenachtgeschichte. Soviel glaubwürdiger Mist, wie dort erzählt wird, gibt es sonst nur in Twentyfour.
zum Thema heiliger Gral:
Ich darf hier auf den einzig wahren und wirklich guten Film zu diesem Thema verweisen: Monty Pythons “Die Ritter der Kokosnus”. Ist dieser Film zum Thema zu toppen? Nein, ist er natürlich nicht .
zum Thema heiliger Gral:
Ich darf hier auf den einzig wahren und wirklich guten Film zu diesem Thema verweisen: Monty Pythons “Die Ritter der Kokosnus”. Ist dieser Film zum Thema zu toppen? Nein, ist er natürlich nicht .
kurz zum buch und film:
wer dan brown glaubt, z.B. Diabolus, Illuminati oder Meteor muss sich nur im klaren sein, woran er glaubt.
dan brown schreibt gute krimis, mehr nicht, ob man nun deren inhalt glaubt oder nicht spielt doch weniger eine rolle, und ob du heute hamlet liest oder dan brown, hauptsache du liest noch.
aber zugeben muss ichs auch, spannend sind die bücher und ob du nun glaubst was die kirche verschleiert oder nicht! deine sache.
jedenfalls war der film ein verminderter-indiana-jones verschnitt ;)
ob dus glaubst oder nicht, aber ich hab den gral tatsächlich.
ja der da vinci code hats ja wirklich in sich… aber sind es nicht gerade rätsel und geheimnisse, die unsere leben spannend machen? ich meine, sogar ich bin am da vinic code am lesen, nur um genau gleich milästern zu können – ja ja der herdentrieb, der auch in uns menschen seit urzeiten sitzt… ;)
outing. film gesehn.
(und dafür blogschule geschwänzt).
kann mitreden. hab aber keine meinung.
hab sie verloren.
die musik fand ich gut.
das buch hab ich nicht gelesen.
und im gesamten empfinde ich den film zu sehr “besprochen”. es ist halt ein film. und wer sich ein bissl informiert stellt fest, dass das nicht alles so ganz richtig ist, aber eine feine geschichte. und es regt ein bissl an zum nachdenken. also der “hype”, ob positiv oder negativ, ist meines erachtens völlig überbewertet. die schauplätze waren mein persönlicher anreiz, den film zu sehen. da ich als klassischer loser den louvre wohl niemals in echt betreten werde …
gut durchdachte, klar erzählte unterhaltung würde ich das nicht gerade nennen, im gegenteil. als roman wäre dieses buch (falls überhaupt jemals veröffentlicht) völlig sang- und klanglos untergegangen.
erfolgreich wurde es nur, weil das thema die menschen fasziniert. und egal wie der film ist, mit den beteiligten schauspielern kann er nur besser sein als das buch.
im übrigen bin ich taylors meinung.
Daß ein derart fundamentaler Angriff auf die Vermittlung mit derart plumpen Mitteln funktionieren kann, weist darauf hin, wie groß die Gefahr massenhafter Verbreitung von Verschwörungstheorien derzeit ist. Daß vieles in Buch und Film keinen rechten Sinn ergibt, daß die Rätsel alle sehr ähnliche Lösungen haben, daß Opus Dei als Reaktion auf die einsetzende Flut von Drohungen und Verdächtigungen maximale Transparenz praktiziert – all das wirkt dank verschwörungstheoretischer Aufbereitung eher noch unterstützend.
http://myblog.de/classless/art/3692244
Benedikt GOTTGESCHICKT