ich bezweifle ja ernsthaft, dass sich jemand für meine frühstücksgewohnheiten interessiert, aber erstens habe ich bereits das letzte stöckchen von herrn kurgast ignoriert, zweitens kann ich ihr nur schwer einen wunsch abschlagen.
1. was frühstückst du an einem normalen tag?
kaffee, am liebsten mit viel milch. in der ersten halben stunde nach dem aufwachen gelingt mir nur unter grösster anstrengung, zwei bis drei sätze bestehend aus maximal fünf wörtern zu bilden. eine tasse kaffee kurz vor oder nach dem aufstehen hilft mir, der welt und dem kommenden tag ein bisschen freundlicher entgegen zu blicken.
2. was frühstückst du an deinem freien tag?
das hängt ganz von meinem appetit ab und reicht vom milchkaffee bis zum reich gedeckten frühstückstisch mit orangensaft, ei, aufschnitt und käse. wichtiger ist hier vielmehr die zeitungslektüre.
3. wann frühstückst du?
allerfrühestens eine halbe stunde nach dem aufwachen. allerfrühestens.
4. bist du mit bestimmten familiären glaubenssätzen oder traditionen zum frühstück aufgewachsen?
beim dreiminutenei wird auch das weisse vom ei gegessen, sonst gibt es das nächste mal keines mehr. ausserdem werden dreiminuteneier prinzipiell mit einem messer geköpft. mit einem löffel aufklopfen ist was für schwächlinge.
5. welche erinnerungen verbindest du mit pausenbroten oder lunchboxen?
ich wollte nie pausenbrote (bei uns heissen sie zünibrote) mit in die schule nehmen, aus mir jetzt unerklärlichen gründen schämte ich mich für sie. heute würde ich viel für morgens liebevoll zubereitete znünibrote meiner mutter geben.
ausserdem erinnere ich mich an die schrumpeligen pausenöpfel in den wintermonaten, die wir nach abgabe eines bons beim schulabwart aus einer holzkiste aussuchen durfte. fand die eigentlich irgendjemand gut?
6. was wäre für dich ein luxuriöses frühstück?
da kann ich mich desideria anschliessen: ein mit liebe zubereitetes frühstück. auf champagner, sekt und lachs verzichte ich freiwillig, davon wird mir morgens nur schlecht.
7. wie, wo und wann würdest du am liebsten frühstücken?
wie: ausgeschlafen.
wo und wann ist weniger wichtig.
8. kannst du dich an ein ganz besonderes frühstück in deinem leben erinnern? was war daran bemerkenswert?
ich erinnere mich an viele schöne frühstücksmomente, könnte hier aber vielleicht den frisch gepressten fruchtsaft von frau zorra loben, und natürlich die fabelhaften egg benedict von frau rage.
9. was darf auf einem frühstückstisch auf keinen fall fehlen?
kaffee, und an freien tagen die zeitung.
10. was möchtest du uns noch zum thema frühstück sagen?
auch wenn sich jetzt bei allen ernährungsberatern die zehennägel aufrollen werden: von mir aus gesehen wird frühstücken überbewertet. ich brauche morgens meine tägliche ration koffein, mehr nicht.
und wer möchte gern mein stöckchen auffangen?




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Ich fand das Ganze sehr interessant. Es war meine Mittagslektüre (6 Chicken McNuggets, 1 Filet-o-Fish, Diet Coke).
Danke.
*KaffeeundZeitungrüberreich*
Danke für’s Kompliment. Das freut mich jetzt. Dafür musstest du dir ja auch mein morgentliches Gelabber anhören. ;-)
Menschen, welche ihre dreiminuteneier aufklopfen sind nicht nur schwächlinge, sondern auch langweiler. Während wir mutigen köpfer schon längst unser ei genossen haben, sind sie immer noch am “umechnüble”. Und das ei ist längst kalt…
Nimm das Stöcklein gerne…
ich klopfe das ei immer mit dem löffel auf. und ich bin stolz darauf. auch wenn mich mein gottenkind schon mit 4 jahren oder so dafür sehr, sehr schräg ankuckte. ich bin einfach zu ungeschickt für die messer-nummer.
und danke für das kompliment! :-)