«melancholie ist doch der trost an sich»

von brigitte am 15/11/2003

in über anderes,nostalgie

meint sven regener in meiner samstäglichen pflichtlektüre, dem magazin.

am donnerstag ist herr lehmann endlich auch in der schweiz angelaufen. christian ulmen ist mein herr lehmann, und natürlich ist detlev buck mein karl. im trailer überzeugte mich katja danowski als köchin katrin nicht wirklich. im film hat sich das geändert (auch wenn sie noch immer nicht dick ist). positiv überrascht war ich von heidi. wahrscheinlich, weil ich mir unter einem heidi etwas anderes vorstelle.

natürlich fehlen einige szenen. natürlich wurde zusammengefasst, was eigentlich nicht zusammengefasst werden sollte. vielleicht sollte man buch und film separat betrachten. denn der film hat stärken. beispielsweise der besuch von herrn lehmanns eltern in der kneipe. die sinnlosen kneipengespräche. herrn lehmanns diskussion mit katrin. vergeht denn die zeit jetzt schneller oder langsamer, wenn man betrunken ist? die umsetzung der besten szene im buch, herr lehmanns begegnung mit dem hund, gefiel mir ebenfalls. vielleicht, weil mir schon im voraus klar war, dass sie der buchvorlage nie gerecht werden kann.

enttäuscht war ich nur vom filmende. während im buch die tatsache, dass herr lehmanns 30. geburtstag mit dem mauerfall zusammentrifft, eher beiläufig erwähnt wird, verkommt sie hier beinahe zu einer art happy-end.

und doch, ich habe das kino zufrieden verlassen. zufrieden, weil meine vorstellungen der charaktere und der kreuzberger lebensart so gut umgesetzt wurden.

{ 2 Kommentare… lies sie unten oder schreib selbst einen }

1 eria 15/11/2003 um 19:40

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mir erging es ähnlich :)

2 12oclockflashergirl 18/11/2003 um 17:21

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mir auch! über die charaktere denke ich genau dasselbe wie du :)
allerdings fehlte mir die odyssee zum hotel der eltern ein bischen. die fand ich im buch extrem gut!

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